Lichtschatten – Mein Buch

(Foto: Gruntvigs Kirke, Kopenhagen von Ola Jakobsson, Instagram: ojakobss)

Über das Wechselspiel zwischen Glück und Trauer. Ein fiktives Selbstgespräch zwischen meinem depressiven und meinem gesünderen Ich.

In diesem Blog zeige ich alltägliche Stimmungen, Schönheiten und Abgründe meines Lebens. Parallel schreibe ich an meinem Buch mit dem Titel LICHTSCHATTEN. Wie in meinem Gedicht “Glück liegt neben Trauer wie Schatten neben dem Licht.” gibt es in unserer Realität Gegensätzliches. Im Außen ebenso wie in unserer inneren Welt. Es ist ein Erfahrungsbericht über meine Reise. Von überwiegend glücklichen Zeiten zu dem Verlust meines erstgeborenen Sohnes und der danach folgenden Angststörung und Depression. Neben meiner individuellen Geschichte und dem, was mir geholfen hat, werden auch andere Experten, Betroffene und Angehörige Raum haben.

Mein Wunsch ist, durch Offenheit das Verständnis für Trauer und Depressionen zu verbessern. Raus aus dem gesellschaftlichen Tabu hin zu mehr Leichtigkeit im Umgang mit diesen schweren Themen. Ich hoffe, dass selbst von Trauer und/oder Depressionen betroffene LeserInnen sich ein wenig erkennen und so weniger allein fühlen. Zudem haben Angehörige sowie auch Mitarbeiter aus dem medizinischen Bereich die Chance, hinter die leere Maske eines depressiven Gegenüber zu blicken.

Hier wird es einige Auszüge meines Manuskriptes geben:

Vorwort

In mir tobt ein Krieg zwischen Schatten und Licht. Und nein, ich denke dabei nicht an Star Wars.

Es ist dieser innere Dialog, den jeder mit sich führt, mal lauter und mal leiser, der bei mir aus dem Ruder gelaufen ist. 
Es sind zwei gegensätzliche Gedankenströme, die die Unruhe in mir so laut werden lassen, dass ich nur noch mich selbst höre 
und darin verliere.

Zum einen die Gedanken, die hell und freundlich sind und in Dankbarkeit anerkennen, was ist. Zum Anderen die, die schwarz malerisch alles in den düstersten Grautönen erdrücken.

Meist sind diese Gedankenströme im kurzen Wechsel und ihre dominierenden Phasen liegen zeitlich nacheinander, so dass sie sich nicht mehr austauschen können.

Dies ist der Versuch, die hellen und dunklen Töne aus meinem Unterbewusstsein gegenüber zu stellen. Ganz so als könnten sie sich unterhalten. Zeitgleich da sein und sich gegenseitig zu dem aufwiegen, was ich als ausbalancierte Normalität bezeichnen würde. 

Und es macht deutlich, wie sehr ein einziger Geist in identischen Situationen auf Grund seines Gemüts so konträr sprechen kann. Wie unterschiedlich die dadurch erzeugten Gefühle sein können und wie von ihnen das Verhalten bestimmt wird, welches wiederum den nächsten Gedankenstrom befeuert.

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